|
Seit 2005 wird der European Fashion Award FASH von der Stiftung der Deutschen Bekleidungsindustrie (SDBI) vergeben. Aus den Arbeiten wählt eine internationale Jury erfahrener Experten aus Design, Einzelhandel, Marketing und Medien die Preisträger aus. Der Modepreis zählt aufgrund seiner Tradition, Fairness und fachlichen Ausrichtung zu den bedeutendsten Förderungen für Modestudenten. Die SDBI wurde 1978 vom Modeunternehmer Klaus Steilmann ins Leben gerufen.
Fahrplan zur Einreichung: Analyse, Konzeption, Entwurf
Im ersten Teil der Arbeit wird eine Analyse der Geschlechterrollen getroffen. Daraus entsteht ein begründetes Männer- oder Frauenbild. Basierend auf diesem Konzept umfasst der dritte Teil die Herstellung einer Kollektion, die aus vier Outfits besteht. Zur Jury-Beurteilung müssen zwei komplette Outfits eingesendet werden. Das Motto für die Ausschreibung begründet Jury-Mitglied Joachim Schirrmacher wie folgt: Die Basis ist unsere Beobachtung des Zeitgeistes und der Entwicklungen in der Branche. Mal wählen wir ein eher modisches Thema wie jetzt SEXes, mal ein funktionales, wie die Kunst des Reisens.
Juryplätze: H&M trifft auf Design aus China
Zugesagt hat eine der einflussreichsten Frauen in der Mode-Welt: Margaretha van den Bosch, von Hennes & Mauritz aus Stockholm. Außerdem in der FASH-Fachjury: Robb Young aus London, der für die International Herald Tribune und Vogue schreibt - und Luxusunternehmen in Japan und Europa berät. Marcel Herrig arbeitet in seinem Designbüro in Shenzen (China). Aus Berlin kommt der junge Designer Michael Sontag sowie Adelheid Rasche, die Leiterin der größten Modebibliothek bei den Staatlichen Museen zu Berlin. Mit Joachim Schirrmacher (Creative Consultant) ist die Jury komplett.
Sieg: Initialzündung zum Erfolg
Die internationale Ausrichtung der Fachjury entspricht den Teilnehmern, die inzwischen zu über 50 Prozent aus dem Ausland kommen. Die Siegerkollektionen werden von einem Mode-Fotografen abgelichtet und durch Öffentlichkeitsarbeit begleitet. Die Preise sind mit einem Gesamtwert von über 80.000 Euro dotiert, davon ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro. Michael Court gewann 2010 den ersten Preis. Nach einer Präsentation seiner Kleider in einer Talkshow folgte eine Kostüm-Zusammenarbeit mit dem Schleswig-Holstein Musik Festival und den Hamburger Ballett-Tagen, so Joachim Schirrmacher.
Preisverleihung
3. Februar 2013, 12.00 Uhr
Ausstellung
3. bis 6. Februar 2013
ISPO MUNICH 2013, Messegelände
81823 München
08.10.2012
Foto: European Fashion Award FASH 2013; © Christof Nardin/SDBI