Jeder kennt Zwirnknöpfe von schöner Bettwäsche. Ihre Beständigkeit beweisen sie seit gut 100 Jahren, in der Zwirnknopfindustrie der Familie Fiedler in Weitra werden sie seit 1978 hergestellt. Der Betrieb hat wirtschaftshistorischen Wert: Es ist mittlerweile die einzige Zwirnknopferzeugung Österreichs.
Die Entwicklung der letzten Jahrzehnte ging nicht spurlos am Betrieb vorüber: Hatte Maria Fiedler in den 1980er Jahren noch 18 Mitarbeiter, sind es heute nur noch zwei. Dabei hat der Zwirnknopf viele Vorteile gegenüber Knöpfen aus Plastik, betont die Unternehmerin, die Knöpfe bestehen aus einem Aluminium-Ring und reiner Baumwolle, sie können somit problemlos vernäht werden, brechen und trüben nicht ein wie Kunststoff und lassen sich auch gut maschinell bügeln. Verwendung finden die Zwirnknöpfe heute vor allem im hochwertigen Textil-Bereich. Die Firma Fiedler bietet Maschinenknöpfe und Handknöpfe in verschiedenen Arten und Größen an. Die Handknöpfe, die nach alter Tradition gefertigt werden, sind echte Kunstwerke: Bis zu einer Größe von 40 mm Durchmesser wird in sechs unterschiedlichen Macharten eine breite Farbpalette variiert und kombiniert.
An einem dieser Knöpfe arbeiten Maria Fiedler und ihr Team zwischen 20 und 30 Minuten, das Ergebnis ist in jedem Fall beeindruckend und inspiriert zur Weiterverarbeitung. Zwirnknöpfe finden Verwendung für Wäsche, Trachtenkleidung, Polster, Taschen und vieles mehr, erklärt Fiedler. Die präzise Herstellung stellt sich in den Bestell- und Produktionsmengen fort: Während die Knöpfe nach Stück verkauft werden, ergeben 1000 Stück exakt 20 Deka. Zu ihren Abnehmern zählt Maria Fiedler bei den Maschinenknöpfen vor allem größere Firmen, die Handknöpfe sind vor allem bei Schneiderinnen und Privatkunden sehr beliebt.