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ZaZen
2008
Beitrag zum Sitzbank-Wettbewerb von Wieser Hager
Im Zuge des 2008 von Wiesner Hager ausgeschriebenen Sitzbank-Wettbewerbs entstand der Entwurf "ZaZen".
Grundidee:
"ZaZen ist die japanische Bezeichnung für Sitzmeditation. In dem Entwurf wird dieser Meditationsgedanken durch eine funktional-formal reduzierte Gestaltung transformiert , die "Abhebung" der Sitzfläche vom Boden und Ergänzungen, wie eine optionale Rückenlehne, adaptieren diesen an zentraleuropäische Sitzgewohnheiten. Durch eine modulare, flexible Verknüpfung von Banklementen und Rückenlehnen entstehen je nach Anforderung immer wieder neue geöffnete, anonyme Warte- oder geschlossene Sitzsituationen, die je nach Zusammensetzung Raum für Meditation, aber auch Kommunikation zulassen. Die Leichtigkeit erhält der Entwurf durch die Abtragung der Kräfte über dezentrale Profilelemente und durch die scheinbar schwebenden, auskragenden Ankoppleungselemente. Die zentralen, runden Verbindungsbereiche fungieren einerseits als Rotationsachsen der Erweiterungsmodule, andererseits als drehbare Abstellfächen bzw. Anschlussstellen für eine multimediale Nutzung durch Unterhaltungselektronik (z.B. durch einen Laptop).
Aufbau:
"Zazen" funktioniert auf dem Überplattungsprinzip, durch das drei Elemente über einen zentralen Punkt (drehbar) miteinander verbunden werden können. Der Entwurf besteht aus einem statischen Sitzbank-Basismodul für zwei Personen, an das beiderseits radial um 180 Grad schwenkbare Module für jeweils eine Person angekoppelt werden können. An diese können in weiterer Folge wieder Basismodule gekettet werden, indem das runde Blindlement am Ende weggelassen wird. Die runden Ankoppelungsbereiche werden durch ein zylindrisches, ausziehbares Tischelement mit Abstellfäche und Kabelauslass durchdrungen. Ein drittes Andockelement an das Basiselement mit modifiziertem Anschluss ermöglicht sogar eine zentrale Inselsituation. Durch die symetrische Gestaltung der Bankelemente kann die optionale Lehne beidseitig angebracht werden. Die Module funktionieren aber durchaus auch ohne Lehne als Sitzbank.
Materialien:
Sitzbank-Rahmen: Profilhöhe 25 mm, Profil-Unterkonstruktion und ausfahrbare Tischelemente aus natureloxiertem Aluminium mit eingelegtem, geschlossen-porigem "Waterlily"-Kaltschaum (FCKW-freier PUR-Schaum)
Sitzpolster auf Trägerplatten: MDF
Runder Basisring aus matt-pulverbeschichteten Stahlblechprofilen (1,5 mm)
Rückenlehne aus schichtverleimten, zweidimensional geformten, 10 mm starken, schichtverleimten Holzplatten mit aufgekletteten Polsterelementen aus "Waterlily"-Kaltschaum (2,5 cm) oder Filz (1 cm)
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