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Der Blick über den heimischen Tellerrand war für Nada Nasrallah und Christian Horner, die sich 2000 zu dem Label Soda Designers zusammentaten, schon während der Ausbildung wichtig. Ihre Lehrjahre absolvierten sie u.a. in den Ateliers von Ettore Sottsass und Paolo Rizzato in Mailand, bei Radi Designers in Paris und bei Philips Design Singapur. Dass auch ihre Kundenliste, mit Namen wie MDF Italia, Rapsel spa oder ligne roset, internationale Ausrichtung zeigt, verwundert also kaum. Gerade sind wir dabei, unsere Fühler auch nach New York auszustrecken, und da kommt die Teilnahme an der ICFF natürlich wie gerufen, freut sich Nasrallah. Eben sind Soda Designers von der Mailänder Möbelmesse zurück, wo sie einen Liegestuhl für Wittmann präsentierten: Es tut gut, Objekte von der einen urbanen Lebenswelt in die andere übertragen zu können. Dabei hilft, dass die Entwürfe von Soda Designers vertraute Handlungsrituale universell interpretieren, mit dem Ziel, diese zu unterstützen und manchmal auch zum Besseren zu verändern. Formal unaufdringlich und elegant, erschließt sich ihre Komplexität oft erst in der Anwendung im Alltag.
SALE&PEPE
rollendes Salz- und Pfefferset, 2003
Messing, vernickelt und satiniert, Knopfmagnete
Herstellung und Vertrieb: FontanaArte spa,
www.fontanaarte.it
In seiner cleveren Neubewertung einer Alltagsgeste - dem Hinüberreichen von Salz und Pfeffer bei Tisch - ist SALE&PEPE ein typisches Soda-Produkt. Die beiden Hälften vereinigen sich mit Hilfe von unsichtbar integrierten Magneten zu einer beweglichen Kugel. Die präzise planierten Innenflächen verschließen dabei die Streuperforation der jeweils anderen Hälfte. Leicht gegeneinander verdreht, stabilisiert sich das Set am Tisch.
Foto: © FontanaArte spa