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Nach dem Abschluss seines Modestudiums an der Universität für angewandte Kunst Wien arbeitete Wilfried Mayer zunächst ein Jahr lang in Mailand als Herrenschuhdesigner für Bally. Seine Herrenmode ist klassisch mit einem etwas unheimlichen Unterton, der durch dezente Verfremdungen im Detail entsteht, die als harmonischer Gegensatz zum klassisch-zeitlosen Ganzen verstärkt zur Wirkung kommen.
Mit seinen Kreationen betreibt Wilfried Mayer eine Art ironischen Formalismus. Sie sind weder selbsterklärende Themen-Kollektionen, noch findet man eine Anleitung zu ihnen. Vielmehr geht es um die Magie, aus wenig viel zu machen. Seine Entwürfe zeugen von vertiefter Recherche in Sachen Männermode und Etikette, einschließlich handwerklicher Details und Hinwendung zur Materialität.