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Blogs: Persönliche Spielwiesen voller Inspirationen

Blogs: Persönliche Spielwiesen voller Inspirationen
 
Das Phänomen Weblog ist eine Erfolgsgeschichte: Immer mehr Menschen bloggen, um ihre persönlichen Erlebnisse, Gedanken und Empfehlungen zu teilen. Gerade in der Kreativszene werden Blogs immer wichtiger. In einer Kurzserie werfen wir einen Blick hinter die Kulissen des Blog-Universums.


Blogs - oder auch Weblogs - sind zumeist öffentlich einsehbare Online-Tagebücher oder Journale. Gebloggt wird, was passiert, interessiert und bewegt. Auch die heimische Blogger-Community befindet sich im Aufwind - mit zunehmender Bedeutung aus und für die Kreativwirtschaft.

Digitale Logbücher
Das Wort "Weblog", das erstmals 1997 auf einer Website auftauchte, ist eine Kreuzung aus dem englischen World Wide Web und Log für Logbuch. Der "Kapitän" über dieses chronologische "Schiffstagebuch" - der Blogger - schreibt meistens aus der Ich-Perspektive, was den Inhalt persönlicher gestaltet. "Jeder sollte seinen eigenen Stil finden", so Christine Oertel, die seit sechs Jahren zum Thema Design bloggt. Blogs funktionieren aber nicht nur einseitig: Häufig ist ein lebhafter Austausch über Kommentare und Diskussionen möglich.

Neugierde und Interessen teilen
Die ersten Weblogs tauchten in den 90er Jahren auf. Als es möglich wurde, eigene Blogs einzurichten, schoss ihre Zahl von 100 im Jahr 1997 auf mittlerweile 200 Millionen weltweit (Stand: 2010) - Tendenz steigend. Inhaltlich sind keine Grenzen gesetzt: Vom privaten Tagebuch über Fanblogs zum journalistischen Blog oder Watchblog ist alles erlaubt. Statistisch betrachtet bloggen im deutschsprachigen Raum mehr Frauen als Männer (ca. 66%). Insgesamt schreiben rund 70% auf so genannten "personal blogs" über Persönliches - und teilen somit, was sie selbst interessiert. Maria Ratzinger, die seit 2007 einen erfolgreichen Mode-Blog führt, sagt über ihre Motivation: "Mich hat meine Neugierde für Mode und mein Wunsch, mich journalistisch zu verwirklichen, zum Bloggen gebracht."

Raus aus den Kinderschuhen
Weblogs ermöglichen eine neuartige Form des Graswurzel-Journalismus: Auch Themen abseits des Mainstreams werden aufgegriffen und der Blogger bestimmt selbst, was erscheint. Auch Kreative entdecken Blogs zunehmend als eine einfache Form der unabhängigen und barrierefreien Kommunikation für sich: "Blogs haben sich zu einem seriösen Medium entwickelt, mit dem man viele Menschen erreichen kann", so Christine Oertel. "Und gerade in der Kreativszene werden Blogger sehr ernst genommen."

Vernetzt im Netz
Der Begriff "Blogosphäre" bezeichnet die Gesamtheit aller Blogs und ihrer Vernetzungen - eine Vielzahl von Communities oder sozialen Netzwerken. "Gerade im Bereich Design bestehen gute Vernetzungsmöglichkeiten. Ich selbst verfolge zahlreiche Blogs", sagt Christine Oertel. Zudem eröffnet sich im Blog-Universum eine bedeutende Zielgruppe für Kreative, wie Christine Oertel festhält: "Durch Weblogs lassen sich all diejenigen erreichen, die sich ihre Informationen nur noch aus dem Internet holen und dort ihren Interessen nachgehen - und wer nicht im Netz präsent ist, dem entgeht ein großes Publikum."

Kreative fassen Fuß

"Über kurz oder lang sind Blogs aus der Kreativindustrie nicht wegzudenken. Ihre Bedeutung wird in Zukunft sogar noch zunehmen", schätzt Christine Oertel. Denn gerade hier haben Weblogs eine besondere Funktion: "Sie bieten Kreativen die Chance, wahrgenommen zu werden und sich im Netz zu präsentieren", erklärt Maria Ratzinger. Mediale Barrieren werden überwunden - und mit der Online-Community im Rücken lässt sich leichter Fuß fassen. Daneben bieten Weblogs individuellen Spielraum und Inspiration für Neues. "Unkonventionelle Zugänge, die unabhängig von einer Vorbildung sind, geben der Kreativszene in Blogs eine neue Facette", wie Maria Ratzinger argumentiert.

Bloggst du schon?

Wer den aktiven Schritt zum Kreativ-Blog wagen möchte: Zum einen ist es möglich, einen individuellen Blog auf einem eigenen Webspace zu betreiben - dafür sind allerdings die entsprechende Software und HTML-Kenntnisse nötig. Einfacher ist es, einen Weblog über kommerzielle Anbieter wie WordPress.com oder Googles Blogger.com zu erstellen. Diese liefern die Software und nach der Registrierung steht dem eigenen Blog nichts mehr im Wege! Eines ist laut Christine Oertel aber zu bedenken: "Kontinuierliche Pflege ist wichtig." - Und für kommerzielle Blogs herrscht in Österreich Impressums-Pflicht, weil sie unter das Mediengesetz fallen.


http://stylekingdom.com/about/
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http://de.wordpress.com/
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Unser nächster Artikel widmet sich den (heimischen) Modeblogs. In Kürze hier!

 

10.07.2012
Foto: Screenshot stylekingdom.com