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Teil 2 unserer Serie


Produktionspreis für Mode der Wirtschaftskammer Wien
bis 1. Juli 2013 einreichen!

Österreich: Heimat der Crowd-Investoren?

Kapital und Wille vorhanden, rechtliche Türen (noch) verschlossen

 
 

Produktionspreis für Mode: die Gewinner - Teil 1

vergeben am 31. Mai 2012
Produktionspreis für Mode: die Gewinner - Teil 1

 

Im Rahmen des 12 festival for fashion & photography wurden am 31. Mai die Austrian Fashion Awards vergeben. Die Wirtschaftskammer Wien stiftete den Produktionspreis für Mode und zeichnete in der Kategorie Damenmode das Label mija t. rosa von Julia Cepp aus. Der Preis über 10.000 Euro ist an die Produktion einer Musterkollektion in einem heimischen Fertigungsbetrieb gebunden. Den zweiten Preisträger verraten wir im nächsten Artikel.


„Der Produktionspreis für Mode gibt mir die wunderbare Möglichkeit, Dinge auszuprobieren und mit heimischen Unternehmen zu kooperieren. Das ist ein großes Privileg für mich als Designerin“, erzählt Julia Cepp. Die Auszeichnung durch eine Jury ist ein Signal für die Zukunft und drückt eine Wertschätzung ihrer Designentwürfe aus. Dank der finanziellen Unterstützung ermöglicht der Preis eine Weiterentwicklung ihrer Mode.

Produktionspreis öffnet Türen
"Ich habe bereits einige Ideen im Kopf für die Musterkollektion, aber davon will ich noch nichts verraten", so Julia Cepp. Eines steht jedoch bereits fest: Die geförderte Kollektion soll im Herbst/Winter 2013 erscheinen. "Unser Ziel ist es, langfristig nachhaltige Strukturen zu schaffen, die sowohl Designern als auch Produzenten zugute kommen", erklärt Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien. "Denn auch in Wien wird Mode zunehmend zur Visitenkarte einer zukunftsorientierten Metropole, in der die Modenbranche zum wichtigen Image- und Wirtschaftsfaktor avanciert.“

Tragbarkeit und Funktionalität
Julia Cepp widersetzt sich den kurzlebigen Trends der Modeindustrie: „Mode nur mit dem Hintergedanken zu machen, einen neuen Trend zu schaffen, wäre für mich kein Anreiz. Ich entwerfe aus dem Gefühl, aus einer Stimmung heraus. Trends spielen dabei eine untergeordnete Rolle“, beschreibt sie ihre Entwurfsphilosophie. Ihre Kollektionen entstehen als thematische Jahresprojekte, in der Bestehendes weiterentwickelt wird und Bewährtem neue Teile hinzugefügt werden. Jedes Stück entsteht auf der Basis von im Alltag erprobten Prototypen.

Nachhaltig statt kurzlebig
Die aus der Steiermark stammende Modedesignerin Julia Cepp stellt sich der Herausforderung, Modeschaffen und soziale Verantwortung miteinander zu vereinen. Sie hinterfragt Zwänge, Abhängigkeiten und Schattenseiten der Modeindustrie und sucht nach Alternativen. Seit der Gründung des Labels beschäftigt sie sich mit Recycling und holt entsorgte Textilien in die Wertschöpfungskette zurück. Bereits 2008 wurde sie für den Eco Fashion Award nominiert. Beim Slow Fashion Award 2010 wurde das Label unter die zehn „winning designs“ gereiht.



www.mijatrosa.com




4.6.2012
Foto: © Julia Spicker