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Die Zusammenarbeit von traditionellen Unternehmen und kreativen Köpfen sowie die gegenseitige Inspiration führen zu überraschenden, innovativen Lösungen für Produkte, Dienstleistungen oder Prozesse. Im Bereich Best Practice geben Kooperationsteams Einblick in die besonderen Chancen, Herausforderungen und Ergebnisse dieser jeweils für sich einzigartigen und erfolgreichen Projekte.

 

 

 
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Shakkei & Slow Fashion - agency for sustainable design


Shakkei & Slow Fashion - agency for sustainable design

Dass die Kooperationsbörse Mode nicht nur den Weg zu neuen Produktionsaufträgen ebnet, sondern auch als Umschlagplatz für second services fungiert, zeigt die Zusammenarbeit des Modedesigners Gabriel Baradee und der Kommunikationsexpertin und Gründerin der Agentur Slow Fashion, Barbara Irma Denk. Im Interview mit der creativespace.at-Redaktion (CS) berichten die beiden über Verlauf und Ergebnisse ihrer erfolgreich abgeschlossenen Zusammenarbeit.

 

CS: Gabriel, was hat Dich bewogen, mit Barbara zu arbeiten?


Gabriel Baradee: Mit einer departure pioneer-Förderung für mein Label Shakkei in der Tasche, war mir der Luxus gegönnt, für bestimmte Agenden externe Beratungsleistungen zuzukaufen. Auf der Suche nach Know-how im Bereich Marketing kam ich auf der Kooperationsbörse 2010 mit Barbara ins Gespräch. Ihre Kontakte zur Wirtschaft und insbesondere zu den creative industries und ihr Wissen um Modemarketing und Branding haben mich bestärkt, sie als Expertin zu Rate zu ziehen.

 

CS: Was beinhaltete der Beratungsauftrag?


Gabriel Baradee: Mir ging es vor allem darum, gemeinsam mit Barbara meine Markenidentität zu hinterfragen und eine PR-Strategie zu entwickeln, die das Wesen meines Labels in all seinen Facetten gesamthaft spiegelt und vermittelt. Außerdem sah ich Bedarf, ganz spezifische marketingtechnische Themen wie etwa Messebeteiligungen und Medienarbeit im Schulterschluss mit Barbara zu erörtern. Denn mit einer zusätzlichen Expertise von außen lassen sich Entscheidungen mit Weitblick leichter treffen als im Alleingang.

 

CS: Wie seid Ihr vorgegangen?


Barbara Irma Denk: Zunächst haben wir eine Analyse der Positionierung von Shakkei unternommen und all jene Parameter herausgearbeitet, die die uniqueness von Shakkei ausmachen. Diese Parameter vor Augen, haben wir ein ganz spezifisches Maßnahmenpaket geschnürt, das inhaltlich wie organisatorisch den Rahmen unserer Zusammenarbeit absteckte.

 

CS: Welche Features sind es, die Shakkei einzigartig machen?


Gabriel Baradee: Ich habe nach dem Modestudium in Wien und Berlin u.a. ein Praktikum bei Matohu in Tokyo absolviert. Die japanische Kultur hat mich in besonderem Maße beeinflusst und inspiriert; daher habe ich mein Label auch Shakkei genannt: Das ist die Bezeichnung für den Garten, der auf klassischen, japanischen Holzschnitten als Landschaftshintergrund dient. Mein Label Shakkei steht für einen kreativen Ansatz, der zwei Ebenen und Qualitäten vereint: die Koexistenz von Asien und Europa sowie von zeitlos-urbanem Modedesign und Umweltbewusstsein.

 

CS: Ist die Positionierung als green label nicht auch ein wenig heikel?

 

Barbara: Natürlich ist das eine Gratwanderung. Aber bei Gabriels Entwürfen stehen Klassik, Business und Maßfertigung on demand derart im Vordergrund, dass sensibel eingesetzte Hinweise wie fair, nachhaltig, organic das Label Shakkei keineswegs in die Öko-Ecke verbannen. Im Gegenteil: Mit der Positionierung als green label ist es uns gelungen, added values zu schaffen und zusätzliche Kommunikations- und Distributionskanäle zu erschließen.

 

CS: Eure Kooperation ist inzwischen ja abgeschlossen. Wie lange habt Ihr zusammengearbeitet? Und was hat das Ganze gebracht?


Gabriel Baradee: Wir haben einander ein halbes Jahr lang regelmäßig getroffen und uns zwischendurch auch am Telefon abgestimmt. Wäre Barbara - die im Bereich Marketing für nachhaltige Mode ja eine der Fachfrauen in Österreich ist - nicht gewesen, hätte ich nie daran gedacht, bei der Positionierung meines Labels auch auf meine ökologische Haltung hinzuweisen. Durch meine Zusammenarbeit mit Barbara haben sich in Folge auch meine spezifischen Netzwerke erweitert und meine Bekanntheit ist merklich gestiegen. Am Ende des Tages habe ich das Gefühl, mit dem Branding von Shakkei auf dem richtigen Weg zu sein.

 

Barbara: Mir hat die Arbeit für und mit Gabriel wieder mal vor Augen geführt, dass der Weg entsteht, indem man ihn geht. So haben sich im Zuge der Umsetzung unseres Leistungspaketes immer wieder neue wegweisende Möglichkeiten aufgetan, die vorher noch gar nicht absehbar waren. Da galt es, rasch zu reagieren, neue Prioritäten zu setzen und den einen oder anderen Zusatzschritt einzulegen.

 

CS: Danke für das Gespräch!

 

www.shakkei.de
www.slowfashion.at


Foto: © Gerhard Buchacher