Perl- und Paillettenstickerei oder Gold- und Silbersprengarbeiten, Techniken, die bereits vor 200 Jahren praktiziert wurden, zählen zu den Spezialgebieten von Karin Schmid. Die gelernte Perlstickerin, die während ihrer Ausbildung für die Haute-Couture-Kollektionen von Fred Adlmüller stickte und danach in die Paramentenerzeugung wechselte, betreibt seit 1991 das Stickereiatelier Karin Schmid.
Ich produziere keine Massenware, bei mir ist jedes Stück einzigartig, da wiederholt sich nichts. Das Besticken von exklusiven Abend- und Hochzeitskleidern, Lederjacken im spanischen Stil, Taufkleidern, Gedenkschleifen und Tischwäsche mit Monogrammen oder verschiedenen Motiven bietet Karin Schmid als hochwertige Sonderanfertigungen an.
Alte Baldachine, Fahnen, Fahnenbänder, kaputte Schriften, beschädigte Priesterornate, Auktions- und Sammlerstücke, bei denen das Gold bereits abgewetzt ist, repariert oder ergänzt Karin Schmid mit Handstickerei in verschiedenen Stichtechniken. Nur wenige Stickereiateliers in Österreich beherrschen heute noch die aufwendigen Herstellungsverfahren der Tambourstickerei, der Bouillonstickerei oder des Tanzlierens. Beim Tanzlieren wird ein Silber- oder Goldfaden mit einem Farbfaden zusammengesponnen und bombiert gearbeitet, das heißt, es wird nicht auf einem Karton, sondern auf einem weichen Futtermaterial gestickt, etwa Wolle oder Filz. Ihre Kurbelstickmaschine ermöglicht es Karin Schmid, neben der Handstickerei auch Maschinenstickerei zu produzieren.
Ihren Kundenkreis hat Karin Schmid vorwiegend in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Der Circus Knie, der Circus Roncalli, das Theater an der Wien und das Hotel Sacher zählen dazu. Vom Hotel Sacher wurde Karin Schmid beauftragt, das legendäre Sacher-Tischtuch, auf dem Prominente unterschrieben hatten, nach den Signaturen zu besticken. Für das Volkstheater in Rostock stickte Karin Schmid ein Torerokostüm für eine Carmen-Produktion. Alles, was man irgendwie nur sticktechnisch umsetzen kann, mache ich auch.