Die Wiener Modellhut Ges.m.b.H., geführt von Familie Wanke, zählt zu einem der letzten Betriebe, die Hutmacher und Modisten ausbilden. Früher gab es in Wien an die 60 Hutfabriken, heute sind diese an einer Hand abzählbar, beschreibt Firmenchef Marcus Wanke, uns liegt viel daran, die Tradition auf hohem Niveau weiterzuführen. Dabei ist Arbeit von Hand maßgeblich, um mit Qualität und Individualität konkurrenzfähig zu bleiben.
In eigener Produktion werden hochwertige und fein ausgearbeitete Hüte und Kappen aus Filz und Stoff bzw. Stroh, sowie Kopfschmuck aus Federn, Blumen und anderen Materialien gefertigt. Hergestellt werden rund 15-20 Stück pro Tag, wobei großteils auf Maschinen verzichtet wird. Ohne das intensive persönliche Engagement der ganzen Familie könnte dies mit acht Mitarbeitern nicht geleistet werden. Unser Vorteil gegenüber den Mitbewerbern ist außerdem, so Wanke, dass wir schnell und kurzfristig reagieren und innerhalb der ganzen Saison nachproduzieren können. Dabei kommt natürlich die langjährige Erfahrung voll zum Tragen. Gemeinsam mit einer Designerin gestaltet das ganze Team jährlich zwei modisch aktuelle Kollektionen.
Das Unternehmen besteht seit 1936, daher kann der Betrieb auch auf einen unbezahlbaren Fundus an Holzformen der Mode des gesamten letzten Jahrhunderts zurückgreifen, was eine unendliche Vielfalt an Modellen ermöglicht. Stockdrechsler für diese Formen gibt es mittlerweile nur mehr im Ausland, weiß Wanke. Geformt und verarbeitet werden nur beste Qualitäten aus Hasenhaar, Wolle und Stroh - in Handarbeit nach jahrzehntelanger Tradition. Darin liegt für Marcus Wanke auch die Zukunft dieser Kopfbedeckung: Die Menschen sehnen sich zusehends mehr danach, sich von der Masse abzuheben. Was gibt es dazu Besseres, als einen exklusiven Modellhut?